Das KZ Dachau und seine Aussenlager

Die Aussenlager

Juden aus ganz Europa wurden zwischen dem 18. Juni 1944 und dem 9. März 1945 in die elf Lager des KZ-Kommandos Kaufering deportiert. Ziel war ihr Einsatz beim Rüstungsprojekt Ringeltaube – in drei gigantischen unterirdischen Bunkern die Flugzeugproduktion des Düsenstrahljägers Messerschmitt Me 262 im Frauenwald in Landsberg. In nur zehn Monaten wurden nach offiziellen Schätzungen mindestens 14.500 Menschen ermordet.

 

Teil der kriegswichtigen Flugzeugproduktion

Der Einsatz der Gefangenen beim Rüstungsprojekt Ringeltaube zur Flugzeugproduktion des Düsenstrahljägers Me 262 wurde nach der Zerstörung Augsburgs und seiner Flugzeugwerke durch alliierte Bomberverbände geplant. Etwa 40 km entfernt wurde mit dem Bau von halb unterirdischen, bombenfesten Großbunkern begonnen.

 

Dies war nicht nur in Augsburg die Behelfslösung sondern nach den schweren Verlusten durch alliierte Bomberangriffe an zahlreichen Orten des Reiches hatte Hitler 1944 die Verlegung der gesamten Rüstungsindustrie unter die Erde angeordnet. Um Landsberg sollte der neu entwickelte Typ des strahlgetriebenen Messerschmitt-Jägers Me 262 montiert werden, der den alliierten Flugzeugen um zweihundert Kilometer pro Stunde überlegen war.

 

Es waren drei identische Bauwerke geplant, von denen aber nur noch der Bunker mit dem Codenamen Weingut II in Igling realisiert werden konnte. Das Gewölbe war als bombensichere Schutzkuppel für die eigentliche Montagehallen konzipiert und hatte eine Länge von 240 m, eine Breite von 83 m und eine Höhe von 30 Metern. Seine Kuppel bestand aus drei Meter dickem Stahlbeton. Darunter kam ein fünfstöckiges Stahlbetongebäude für die Fabrik. Beim Bau wurde eine Aufschüttung von 210.000 Kubikmetern Kies anstelle der üblichen Schalung aus Holz und Metall verwendet.

 

Nach dem Gießen der Betondecke wurde dieser Kies wieder mittels Handarbeit und Kipploren abgebaut.

Die Gefangenen wurden ohne Rücksicht auf Leib und Leben eingesetzt. Die Zuteilung von Lebensmitteln war mangelhaft.

 

Nach dem Bericht der Kriegsverbrecheruntersuchungskommission unter Captain Barnet und den Prozeßunterlagen aus dem großen Dachauprozeß waren die 11 Konzentrationslager von Landsberg/Kaufering in Bezug auf die menschenunwürdige Unterbringung, die Verpflegung und die hohe Todesrate die schlimmsten in Bayern. Die Häftlinge nannten diese Lager „Kalte Krematorien“.

 

Die Amerikanische Armee entdeckt den Holocaust

Bei der Bergung eines beschädigten Panzers entdeckt der amerikanische Captain John Paul Jones der 12. Panzerdivision das brennende KZ-Lager Kaufering IV. Den amerikanischen Soldaten bietet sich ein Bild, das sie nie vergessen werden: verkohlte Leichen von KZ-Häftlingen liegen überall verstreut auf dem Gelände. Sie dokumentieren das Unglaubliche/Entsetzliche mit Ihnen Fotoapparaten. Auf Anordnung des US-Oberst Edward Seiler wird ein siebenminütiger Dokumentarfilm erstellt.

Aus Landsberg und der näheren Umgebung werden 250 Bürger zwischen 16 und 70 Jahren zusammengeholt. Unter Aufsicht der US-Truppen beginnen sie mit bloßen Händen die Toten zusammenzutragen und zu bestatten.

Aus Wikipedia - Zur weiteren Recherche sind die Links aktiviert. Sie verlassen dann den Wirkungsbereich dieser Website. Wir übernehmen keine Haftung für externe Links.